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26. Februar 2009
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Die urbane Schweiz in Zahlen
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Je mehr Einwohnerinnen und Einwohner eine Stadt zählt, desto grüner wählt sie. Oder: In Carouge ist die Autodichte rund doppelt so hoch wie in Basel. Diese und weitere Aussagen sind mit den Daten der Statistik der Schweizer Städte 2009 möglich. Das Gemeinschaftswerk des Schweizerischen Städteverbandes mit Statistik Stadt Zürich zeichnet in vielfältigen Facetten ein statistisches Bild der urbanen Schweiz. Von der Bevölkerungsentwicklung über die städtische Politik schlägt die Publikation den Bogen zum städtischen Schulwesen, zum Verkehr und vielem mehr.
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Die Statistik der Schweizer Städte 2009 zeichnet ein umfassendes Bild der urbanen Schweiz. Herausgegeben vom Schweizerischen Städteverband und Statistik Stadt Zürich, umfasst die Statistik unterschiedlichste Daten zu den 140 Städten und städtischen Gemeinden der Schweiz. Das bereits in seinem 70. Erscheinungsjahr stehende Jahrbuch verkörpert Kontinuität – ein Schlüsselbegriff in der öffentlichen Statistik. Zugleich widerspiegelt sich in der Statistik der Schweizer Städte der Wandel der städtischen Gebiete und der Schweiz insgesamt.
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Dynamische Bevölkerungsentwicklung
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Nach Jahren der Stadtflucht haben sich die Städte in den letzten Jahren zu attraktiven Wohngegenden gewandelt. Dies gilt insbesondere für die Kernstädte. Die 8 grössten Städte der Schweiz verzeichnen für das Jahr 2007 einen Bevölkerungszuwachs von durchschnittlich 1,26 Prozent. In den 140 untersuchten Städten und städtischen Gemeinden nahm die Bevölkerung um durchschnittlich 1,16 Prozent zu, während sie in der Schweiz um durch-schnittlich 1,13 Prozent wuchs.
Obwohl ein positiver Wanderungssaldo für die Städte einen starken Treiber der Bevölkerungs-entwicklung darstellt, ist in vielen Städten ein beträchtlicher Geburtenüberschuss festzustellen – dies auch in den Grossstädten Genf, Lausanne, Zürich und Winterthur. Mit dem relativ höchsten Geburtenüberschuss kann allerdings Uster (7,3 auf 1'000 Einwohner) aufwarten.
Mit der Bevölkerungszunahme steigt die Nachfrage nach Wohnraum. Von wenigen Ausnahmen abgesehen ist die Leerwohnungsziffer in den Städten seit Mitte 2007 gesunken. Am wenigsten leere Wohnungen gab es am 1. Juni 2008 in Zürich, Morges und Prilly (Leerwohnungsziffer von 0,03). Die grössten Aussichten auf eine freie Wohnung bestanden in Rorschach (3,80), Nidau (3,61) und Martigny (3,60).
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Einblicke in die städtische Politik
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Eigentliche Spezialität der Statistik der Schweizer Städte ist das Kapitel über die Zusammensetzung der städtischen Exekutiven und Legislativen. Bei der Zusammensetzung der städtischen Parlamente präsentiert sich die SP als stärkste Partei (mit durchschnittlich 26,9 %) vor der FDP (20,7 %), der SVP (14,2 %), CVP (11,0 %) und den Grünen (6,5 %). In den Grossstädten liegt vor allem der Anteil der Grünen deutlich höher: In den sechs grössten Städten des Landes erzielen sie 16,2 Prozent. Weiter fällt auf, dass der Anteil der übrigen, meist kleinen Parteien mit abnehmender Einwohnerzahl zunimmt.
Die Publikation zeigt auch auf, dass sich die durchschnittliche Frauenvertretung in den städtischen Parlamenten seit 1980 beinahe verdoppelt hat und 2008 bei 31,9 Prozent angelangt ist. Auch hier bestehen Unterschiede nach Einwohnerzahl: Am höchsten liegt der Anteil in den Grossstädten mit rund 40 Prozent.
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Einige statistische Trouvaillen
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Die Statistik der Schweizer Städte enthält auch Trouvaillen, so zum Beispiel bei der Anzahl Personenwagen pro Einwohner, der Anzahl Schülerinnen und Schüler je Klasse oder bei der Wasserabgabe:
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Die höchste Autodichte weist mit 883 Fahrzeugen je 1'000 Einwohner/-innen das eher ländlich geprägte Appenzell auf, in dem zudem viele Mietwagen eingelöst sind. Aber auch in Agglomerationsgemeinden wie Opfikon (753), Schlieren (728), Cham 706) oder Carouge (690) sind gemessen an der Bevölkerung viele Personenwagen eingelöst.
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Am wenigsten «automobil» ist die Bevölkerung von Basel (343 Autos je 1'000 Einwohner). Aber auch Horw (387), Riehen (391) und Biel (408) liegen unter dem Schweizer Durchschnitt von 521 Personenwagen je 1'000 Einwohner/-innen.
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Bei der Klassengrösse auf der Primar- und Sekundarstufe I liegt der Grossteil der Schweizer Städte zwischen 17 und 19 Schülerinnen und Schülern pro Klasse. Damit liegt die durchschnittliche Klassengrösse in den Städten leicht über dem Schweizer Durchschnitt von 17,7. Abgesehen von St. Moritz (13,3) finden sich die kleinsten wie auch die grössten Schulklassen in mittelgrossen städtischen Gemeinden im Kanton Zürich: Affoltern am Albis (15,3), Zollikon (22,1) und Richterswil (21,6).
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