Die im Januar von den Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs beschlossenen Tarifmassnahmen per 12. Dezember 2010 betreffen auch die Gemeinde-Tageskarte. Neben einer Preiserhöhung wurde auch die Gültigkeitsdauer angepasst: Die Gemeinde-Tageskarte soll an den Wochentagen erst ab 9 Uhr, an Wochenenden hingegen weiterhin unbeschränkt gültig sein.
Viele Gemeinden und Städte sind in dieser Sache an den VöV mit dem Anliegen gelangt, die zeitliche Einschränkung fallen zu lassen. Dies weil damit ein verkehrs-, umwelt- und regionalpolitisch falsches Signal gesetzt würde und das Angebot nicht mehr bedürfnisgerecht wäre.
In einer offenen Aussprache haben sich heute die Vertreter der beiden Kommunalverbände mit dem Verband öffentlicher Verkehr VöV getroffen. Die Vertreter des VöV und der SBB haben die Einwände der Gemeinden und Städte mit Verständnis zur Kenntnis genommen, aber ihrerseits auch dargelegt, dass die Gemeinde-Tageskarte vor allem die normalen Tageskarten preislich kannibalisiert und die ursprüngliche Funktion, neue Kunden für den öV zu gewinnen, nur noch am Rande erfüllt.
Die Gesprächspartner sind übereingekommen, dass in einer nächsten Gesprächsrunde Preis, Geltungsbereich und Distributionssystem der Gemeinde-Tageskarte einer grundlegenden Überprüfung bedürfen. Möglicherweise werden diese Überlegungen auch bereits im Rahmen der für die aktuellen Tarifmassnahmen noch ausstehenden Gespräche mit dem Preisüberwacher auf den Tisch kommen.




