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18. Februar 2013


Bericht Städteverband: Nachtleben aktiv mitgestalten

Seit dem vergangenen Sommer beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe des Schweizerischen Städteverbandes mit den Herausforderungen des städtischen Nachtlebens. Der Bericht «Städtisches Nachtleben. Situationsanalyse und mögliche Vorgehensweisen» zeigt auf, welche Grundsatzfragen sich stellen und listet im Sinne eines Ideenpools Beispiele von Massnahmen auf, wie sie verschiedene Städte anwenden.


Eine lebendige, attraktive Stadt soll heute viele Begegnungsmöglichkeiten und ein breites, pulsierendes Kulturangebot bieten und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Wohnstadt sein. Dies stellt Städte und städtische Gemeinden immer wieder vor neue Herausforderungen. Nachdem es im Frühling/Sommer 2012 in verschiedenen Schweizer Städten zu Diskussionen und Veranstaltungen rund um das Thema Nachtleben gekommen war, rief der Schweizerische Städteverband eine Arbeitsgruppe ins Leben, um die Städte beim Umgang mit dem Thema Nachtleben zu unterstützen. Aus dieser Zusammenarbeit ist der Bericht «Städtisches Nachtleben. Situationsanalyse und mögliche Vorgehensweisen» entstanden, der am Montag in Bern der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Dr. Marcel Guignard, Stadtammann von Aarau und Präsident des Städteverbandes, betonte, dass das Nachtleben durchaus etwas Wünschenswertes sei, schliesslich trage ein vielfältiges Freizeitangebot grundlegend zur Standortqualität einer Stadt bei. Damit sich dieses aber positiv entfalten könne, müssen auch die negativen Begleiterscheinungen thematisiert und angegangen werden. Was dies konkret bedeutet, verdeutlichten Grégoire Junod, Sicherheitsdirektor der Stadt Lausanne, Michael Künzle, Stadtpräsident von Winterthur, Reto Nause, Sicherheitsdirektor der Stadt Bern und Peter Siegenthaler, Sicherheitsdirektor der Stadt Thun anhand von Beispielen aus ihren jeweiligen Städten.

Grundsatzfragen anstatt konkreter Handlungsanweisungen


Während sich die Herausforderungen rund um das Thema Nachtleben von Stadt zu Stadt nicht grundsätzlich unterscheiden, können die Rahmenbedingungen und Zielsetzungen durchaus unterschiedlich sein. Deswegen formuliert der Bericht keine konkreten Handlungsempfehlungen für den praktischen Umgang mit dem Nachtleben, sondern geht das Thema auf einer übergeordneten Ebene an.

Vier Grundsatzfragen zu Ausgangslage, Zielsetzungen, Strukturen und Faktor Zeit sollen den politischen Entscheidungsträgern als Basis für eine ganzheitliche, strategische Betrachtung des Themas Nachtleben dienen. Damit werden die Voraussetzungen für einen proaktiven und wirksamen Umgang mit aktuellen und zukünftigen Herausforderungen rund um das städtische Nachtleben geschaffen – besonders auch auf operativer Ebene.

Exemplarische Massnahmenübersicht als Ideenpool


Die Frage, welche Massnahme in welcher Stadt konkret sinnvoll und sachgerecht ist, kann der Bericht nicht beantworten. Dies hängt ebenso von den strategischen Zielsetzungen wie auch von den lokalen Rahmenbedingungen ab. Die exemplarische Übersicht möglicher Massnahmen des Berichts soll den Städten und Gemeinden als Ideenpool dienen. Hinweise zu den Erfahrungen mit den einzelnen Massnahmen helfen bei der Beurteilung, ob eine Massnahme für eine Stadt geeignet ist oder nicht.

Die Massnahmenübersicht ist keinesfalls als abschliessend zu verstehen. Eine Vielzahl ähnlicher Massnahmen ist auch in anderen als den angegebenen Städten in Kraft. Zudem werden in verschiedensten Städten aktuell weitere Massnahmen diskutiert.

Weitere Informationen:


Dr. Marcel Guignard, Stadtammann von Aarau, Präsident Städteverband, 062 836 05 01

Renate Amstutz, Direktorin Städteverband, 031 356 32 32

Grégoire Junod, Sicherheitsdirektor der Stadt Lausanne, 021 315 42 00

Michael Künzle, Stadtpräsident von Winterthur, 052 267 51 12

Reto Nause, Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, 031 321 50 01

Peter Siegenthaler, Sicherheitsdirektor der Stadt Thun, 033 225 85 86

Download Medienmitteilung:


Bericht: