Der Städteverband blickt auf eine bewegte und lange Geschichte zurück:
Während der Nationalausstellung in Genf treffen sich die Stadtpräsidenten mehrerer Schweizer Städte im Palais Eynard. Dabei entwickeln sie die Idee für die Gründung einer Interessensvertretung der Städte.
52 Delegierte der Städte versammeln sich am 17. November in der Tonhalle Zürich zum ersten Städtetag, der die Gründung des Verbands markiert. Einige Monate zuvor treffen sich Vertreter der Städte Basel, Bern, Freiburg, Genf, Lausanne, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, Winterthur und Zürich in Bern, um die Gründungsveranstaltung vorzubereiten.
Der Städteverband entwickelt sich weiter, wie der erste Geschäftsbericht zeigt. Er zählt bereits 36 Mitglieder, darunter unter anderem Genf, Lugano, Schaffhausen und Glarus.
An der Generalversammlung von 1925 beschliesst der Schweizerische Städteverband, der Union internationale des villes beizutreten, um den internationalen Austausch zu stärken.
Seit 1931 publiziert der Städteverband ein Jahrbuch der Statistik der Schweizer Städte, wobei dessen erste Ausgabe den Titel «Statistische Informationen» trug. Seit 2016 wird diese Publikation gemeinsam mit dem Bundesamt für Statistik herausgegeben.
Der Städteverband vertieft den Austausch entlang der Sektorialpolitiken.
Der vom Volk angenommene und in der Bundesverfassung verankerte Artikel 50 verpflichtet den Bund dank Bestrebungen des Städteverbands, die Gemeindeautonomie nach Massgabe des kantonalen Rechts zu gewährleisten, bei seinem Handeln die möglichen Auswirkungen auf die Gemeinden zu beachten und dabei Rücksicht auf die besondere Situation der Städte und der Agglomerationen sowie der Berggebiete zu nehmen.
Bei dieser Gelegenheit wird dem Bundesrat die Deklaration «Die Städte und Gemeinden im Bundesstaat» überreicht. Diese Deklaration erinnert den Bundesrat an die Bedeutung des Artikels 50 und weist auf die Umsetzungserfolge und -mängel hin.