Themen

Stadtentwicklung, Wohnen, und Quartiere

Aktuelle Nachrichten

Stadtentwicklung, Wohnen, und Quartiere

Wieviel Rendite mit Mieten erzielt werden darf, muss demokratisch verhandelt werden

25. Juni 2026 | Vor dem Hintergrund der Wohnungsknappheit begrüsst der Schweizerische Städteverband die Klärung von Rechtsbegriffen in Bezug auf Wohnungsmieten, um die Transparenz und Rechtssicherheit für Mietende zu erhöhen. Insbesondere die Definition, ab wann ein Mietzins missbräuchlich ist, bedarf einer demokratischen Legitimierung. Der Städteverband fordert dazu eine parlamentarische und breit abgestützte Auseinandersetzung über den Gesetzesweg. Es gibt in […]

Städte begrüssen die Erneuerung der Wohnraumförderung

3. Juni 2026 | Der Ständerat hat über die Kredite für die Erneuerung der Wohnraumförderung beraten. Der Schweizerische Städteverband begrüsst die deutlichen Entscheide über neue Mittel für den Fonds de Roulement und für die Emissionszentrale für gemeinnützige Wohnbauträger, hält die Mittel aber für zu gering in Anbetracht der Wohnraumknappheit im preisgünstigen Segment. Die Wohnungsknappheit betrifft längst nicht mehr nur […]

Städte fordern mehr Mittel für die Wohnraumförderung

28. Apr. 2026 | Die Wirtschaftskommission des Ständerats hat über die Kredite für die Erneuerung der Wohnraumförderung beraten. Der Schweizerische Städteverband begrüsst die Entscheide zum Fonds de Roulement und zur Emissionszentrale für gemeinnützige Wohnbauträger, hält die Mittel aber für deutlich zu gering in Anbetracht der Wohnraumknappheit im preisgünstigen Segment. Die Wohnungsknappheit betrifft längst nicht mehr nur die grossen Kernstädte […]

1 2 3
Alle News anzeigen

Einführung

Städte verändern sich ständig, sie gestalten den Wandel. Das eröffnet Chancen für alle: Nähe von Arbeit, Wohnung, Einkauf, Care und Freizeit schafft Vielfalt, Austausch, Kreativität und Innovation. Dabei braucht es eine Balance zwischen Austausch und Privatsphäre, die Möglichkeit für Begegnung und Rückzug.

Mit ihrer Stadt- und Quartierentwicklung und Wohnpolitik fördern Städte lebendige, qualitätsvolle Räume mit angemessenem Wohnraum.

Dokumente

Stadtentwicklung und Stadtplanung

Städte sind Lebensräume und werden für Menschen geplant. Sie die Innovationslabore der Gesellschaft und entscheidend für deren Weiterentwicklung Zu den zentralen Aufgaben der urbanen Transformation zählen die nachhaltige Planung und Nutzung des Stadtraums fürs Wohnen, Wirtschaften und für die Freizeit.

Dabei geht es um den Einsatz der natürlichen Lebensgrundlagen, Flächen und Energie, sowie um Lebensqualität und wirtschaftliche Attraktivität. Die Städte streben eine nachhaltig soziale, ökonomische und ökologische Entwicklung an. Es gilt etwa mit sich stets verändernden gesellschaftlichen Ansprüchen, steigenden Bevölkerungszahlen, dem demografischen Wandel und hohen Bodenpreisen umzugehen und auf den Ebenen Quartier, Stadt und Stadtregion respektive Agglomeration anzusetzen.

Die Städte gehen sorgsam mit ihrer begrenzten Ressource Boden um und nutzen die im Raumplanungsgesetz etablierte Siedlungsentwicklung nach innen als Stärkung. Das Wachstum findet mehrheitlich im Bestand statt und nicht mehr auf der grünen Wiese oder ehemaligen Industriearealen.

Eine gesamtheitliche Stadtentwicklung umfasst die Bereitstellung guter Rahmenbedingungen und die Erarbeitung weitblickender Strategien. Dazu zählt die Integration weiterer raumrelevanter Themen wie etwa Mobilität, alltagsgerechte Planung, soziale Durchmischung, wirtschaftliche Kreisläufe und Anpassung an den Klimawandel. Die Herausforderungen sind für die Städte eine Gelegenheit, sich als attraktive Wohn-, Arbeits- und Freizeitorte weiterzuentwickeln.

Um ihren Handlungsspielraum ausschöpfen können, brauchen die Städte geeignete Rahmenbedingungen und Partnerschaften.

Wohnungspolitik

Eine vielfältige Gesellschaft ist der Humus für Urbanität. Städte und Agglomerationen sind attraktive Wohnorte für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen. Die Versorgung mit angemessenem Wohnraum ist als Sozialziel in der Bundesverfassung verankert.

Die zentralen wohnpolitischen Akteurinnen sind die Städte; selbst produzieren sie zwar kaum Wohnraum, sind aber um passende Rahmenbedingungen und die Schaffung von bedarfsgerechtem Wohnraum besorgt. Gerade die steigenden Bodenpreise und die sich immer stärker akzentuierende Wohnungsknappheit macht Wohnungspolitik zu einem zentralen Pfeiler jeder Stadtentwicklung.

Wohnpolitik ist ganzheitlich zu betrachten und hat viele Berührungspunkte mit anderen Politikbereichen. Sie erfordert eine enge Abstimmung der drei Staatsebenen und einen zielgerichteten Umgang mit privaten und institutionellen Akteurinnen.

Quartiere

Quartiere sind der Lebensmittelpunkt der Menschen. Hier findet ein Grossteil der alltäglichen Routinen, Bewegungen und Begegnungen statt. Die Entwicklung der Quartiere leistet auf kleinräumiger Ebene einen grossen Beitrag etwa zur sozialen Durchmischung, zur Identitätsstiftung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Im Auftrag des Bundes führt der Schweizerische Städteverband das «Netzwerk Lebendige Quartiere», eine Informations- und Austauschplattform zur Quartierentwicklung. Dabei wird auf Basis der Erfahrungen vergangener Projekte und entlang der laufenden Herausforderungen neue Erkenntnisse aufbereitet, in verschiedenen Formaten diskutiert und ein Netzwerk mit Fachleuten gepflegt.