«Der Städteverband vertritt auch die Agglomerationen.»
Während Philipp Kutters Stadtpräsidium hat sich Wädenswil verändert: Neue Schulhäuser, ein saniertes Alterszentrum, eine zeitgemässe Bibliothek, ein neues Feuerwehrdepot und zwei zusätzliche Sporthallen prägen das Stadtbild. Zudem ist Wädenswil durch die Fusionen mit den Gemeinden Hütten und Schönenberg gewachsen. Dank eines Start-up-Zentrums und der Nähe zur Fachhochschule ZHAW beherbergt Wädenswil zahlreiche Arbeitsplätze im Bereich Life Science. Zudem ist Wädenswil klima- und umweltfreundlicher geworden. Die Stadt am Zürichsee ist Trägerin des Label Energiestadt Gold, investiert in Biodiversität und baut einen Seewasser-Wärmeverbund. Ein vielfältiges Kultur-, Sport- und Freizeitprogramm runden das Angebot ab.
Verändertes Konsumverhalten wird laut Philipp Kutter zur Herausforderung für kleinere Städte in der Agglomeration wie Wädenswil. Detailhändler und Restaurants stehen unter Druck. Um sie zu unterstützen, können Städte die Belebung ihrer Zentren fördern, etwa durch die Aufwertung des öffentlichen Raums, die Schaffung von Treffpunkten oder Kulturförderung. Auch die Alterung der Gesellschaft wird die Städte in Zukunft prägen: sie erfordert angepasste Wohn- und Gesundheitsangebote sowie ein starkes soziales Netz.
Die Bedeutung des Städteverbands schätzt Philipp Kutter als sehr hoch ein. Er betont dessen Rolle als Think-Tank, Interessenvertretung und Plattform für den Austausch zwischen den Städten. Als Stadtpräsident von Wädenswil ist für ihn besonders wichtig, dass der Städteverband auch die Agglomerationsgemeinden vertritt.
Für Wädenswil und die urbane Schweiz wünscht er sich, dass kein Graben zwischen Stadt und Land entsteht, die Lebensqualität für alle Generationen hoch bleibt, pulsierende Zentren und lebenswerte Quartiere erhalten werden und die Mobilität vielfältig und nachhaltig gestaltet werden kann.
