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Die Städte setzen auf aktives Gestalten statt auf starre Grenzen

28. Mai 2026 – Wachstum bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich. Die Städte sind überzeugt, dass sich diese Entwicklungen mit differenzierten Ansätzen erfolgreich steuern lassen. Eine starre Begrenzung der Bevölkerung hingegen würde die Handlungsspielräume der öffentlichen Hand einschränken und letztlich mehr Probleme verursachen als lösen. Die Städte bitten die Bevölkerung, die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» am 14. Juni 2026 abzulehnen.

Kantone, Städte und Gemeinden verfügen über bewährte Instrumente, um Wachstum gezielt zu lenken. Sie sind sich einig: Wohlstand und Lebensqualität entstehen durch eine funktionierende und dynamische Entwicklung. Eine starre Begrenzung von Wachstum und Zuwanderung würde wichtige Ressourcen wie Fachkräfte und finanzielle Mittel verknappen – mit negativen Folgen für zentrale Bereiche der Wirtschaft und Gesellschaft, etwa das Gesundheitswesen, den Verkehr, das Bildungssystem und zahlreiche hochspezialisierte Wirtschaftszweige. Sie alle sind auf qualifizierte Fachkräfte und motivierte Talente angewiesen. 
 

Die Städte sind als Wirtschaftszentren und Innovationslabore der Schweiz besonders auf internationale Vernetzung angewiesen. Qualifizierte Zuwanderung stärkt nicht nur die Innovationskraft, sondern sichert auch wichtige Einnahmen – etwa über Steuern und Beiträge an die Sozialwerke. Weder Städte noch Gemeinden oder Kantone können und wollen sich solche Einnahmeausfälle leisten. 


Gleichzeitig sind Städte besonders auf Fach- und Arbeitskräfte aus dem In- und Ausland angewiesen. Die demografische Alterung verschärft den Arbeitskräftemangel zunehmend. Städte zeigen jedoch, dass sie die Rahmenbedingungen schaffen, damit Migration erfolgreich zu Innovation, wirtschaftlicher Dynamik, gesellschaftlicher Vielfalt und hoher Lebensqualität beitragen kann. Für die Gestaltung einer erfolgreichenTransformation brauchen die Städte Gestaltungsmöglichkeiten, keine rigiden Barrieren. Sie wären von einer starren Begrenzung der Zuwanderung besonders stark betroffen. 
Hinzu kommt ein doppelter negativer Effekt: Wenn weniger junge, qualifizierte Menschen zuwandern, sinken Innovationskraft und Steuereinnahmen. Gleichzeitig steigen die Ausgaben, etwa für Pflege und Bildung, und müssen von einer kleineren Zahl Erwerbstätiger getragen werden. Dies würde die öffentlichen Haushalte zusätzlich unter Druck setzen. 
 

Ein weiterer entscheidender Faktor sind stabile Beziehungen zur Europäischen Union. Sie sichern den Zugang zu wichtigen Märkten und Talenten. In einem global zunehmend intensiven Wettbewerb um junge, qualifizierte Arbeitskräfte sind stabile Rahmenbedingungen und verlässliche Aufenthaltsrechte ein zentraler Standortvorteil für offene dynamische Städte. Nur so kann die Schweiz ihre Attraktivität und Lebensqualität behaupten. 
 

Die Stärke des föderalen Systems liegt darin, Lösungen dort zu entwickeln, wo die Herausforderungen entstehen. Städte und städtische Gemeinden verfügen über viele Instrumente, um Wachstum gezielt zu steuern – sei es bei Mobilität, Wohnraum oder Infrastruktur. Dafür brauchen sie Gestaltungsmöglichkeiten und keine Einschränkungen. Das Ziel bleibt stets eine hohe Lebensqualität für alle. Die Erfahrung zeigt: Städte können Wachstum erfolgreich gestalten. Sie befinden sich in einem ständigen Wandel und treiben Transformation voran – mit dem Anspruch, attraktive Orte zum Leben, Arbeiten, Wirtschaften und für Freizeit zu sein. 
 

Die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» hingegen löst keine Probleme. Sie würde den Fachkräftemangel verschärfen, die wirtschaftliche Dynamik bremsen, die öffentlichen Finanzen schwächen und die internationale Vernetzung gefährden. 
 

Die Städte sprechen sich deshalb klar gegen die Initiative aus und bitten die Bevölkerung, die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» am 14. Juni 2026 abzulehnen.  
 

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