Wie stellen Sie sich Ihren Lebensabend vor? Zuhause in den eigenen vier Wänden? Möglichst unabhängig und selbstbestimmt? Falls nötig mit Unterstützung im Haushalt? Die meisten Menschen stellen sich das Älterwerden so vor: ein selbstbestimmtes Leben. Dies dient dem Wohl vieler Seniorinnen und Senioren und entlastet auch noch die Stadtkasse, wenn verfrühte Heimeintritte verhindert werden können. Mit dem demografischen Wandel und der Erhöhung der Lebenserwartung sind die Städte immer mehr gefordert. Denn es braucht massgeschneiderte Angebote und Rahmenbedingungen für die ältere Bevölkerung. Es geht nicht nur um Pflege, sondern vor allem auch um Unterstützung im Alltag, im Haushalt und in der Administration, Fahrdienste oder auch soziale Begleitung.
Der SSV hat ein Positionspapier erarbeitet, welches das vielfältige Engagement der Städte in diesem Bereich festhält. Es formuliert aber auch Forderungen an Bund und Kantone, wie sie im Schwerpunkt dieser Focus-Ausgabe nachlesen können. Sie erfahren ausserdem im Interview mit Silvia Hunziker Rübel, Gemeinderätin in Horgen, wie ihre Stadt das «Zuhause-Altwerden» fördert. Carlo Knöpfel, Professor für Sozialpolitik an der FHNW, erläutert weshalb das Konzept «Caring Comunities» ein vielversprechender Lösungsansatz darstellt und welche Rolle die Städte dabei spielen. Gute Lektüre!
